Projekt LVFN

Lebensraumverbund

Feldflur

Niedersachsen

Hilfe für die Bodenbrüter

Landesjägerschaft startet neues Förderprojekt

Die Lebensbedingungen für viele Charakterarten der niedersächsischen Agrarlandschaft haben sich vor allem in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Als Folge zeigen einige dieser Arten einen negativen Populationstrend. Eine Vielzahl von Forschungsprojekten unterschiedlichster Institutionen in den letzten Jahren hat gezeigt, dass aktiv gegen diesen Trend angearbeitet werden muss, um diese Arten in ihren Besätzen zu stützen und zu erhalten. Lebensraumverbessernde Maßnahmen sind wichtig, reichen allein aber bei weitem nicht aus.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen unterstützt vor diesem Hintergrund und aufgrund der im Projekt Lebensraumverbund Feldlfur Niedersachsen (LVFN) gesammelten positiven Erfahrungen eine Intensivierung des Prädationsmanagements im Offenland und legt ein neues Fallen-Förderprogramm auf. Bei den geförderten Fallensystemen handelt es sich um Lebendfangsysteme die schon lange auf dem Markt sind und sich in jeglicher Hinsicht bewährt haben. Als Leitart für dieses Projekt dient das Rebhuhn, dass aufgrund seiner Lebensraumansprüche stellvertretend für viele Arten der Agrarlandschaft steht.

Gefördert werden sollen zukünftig Zusammenschlüsse auf Revierebene von mindestens drei Revieren, die bereits im Prädatorenmanagement aktiv waren und sich in den letzten drei Jahren mit ihrem Revier an der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE) beteiligt haben. Da die Förderung von Offenlandarten im Mittelpunkt steht, soll es sich bei den teilnehmenden Revieren überwiegend um Reviere handeln, die bereits beim Prädatorenmanagement und der Lebensraumverbesserung aktiv waren und aus Offenlandstrukturen bestehen. Befinden sich in einem solchen Verbund Reviere, die einen höheren Waldanteil haben und somit auch Rückzugsort für viele Prädatoren sind, schließt dies eine Förderung natürlich nicht aus.

Bei den Fallensystemen ist das Funktionsprinzip ausschlaggebend – sie müssen natürlich dem aktuellen Stand der Technik und den aktuellen gesetzlichen Vorgaben entsprechen und so einen unversehrten Lebendfang gewährleisten. Drahtgitterfallen sind in diesem Projekt von einer Förderung ausgeschlossen. Gefördert wird maximal eine Falle auf 100 ha Revierfläche, unabhängig von der bereits in dem Revier vorhandenen Anzahl von Fallen.

Gefördert werden sollen Betonwipprohrfallensysteme für den stationären Einsatz und Holzkastenfallen oder baugliche Fallen mit ähnlichem Funktionsprinzip, für den mobilen Einsatz an wechselnden Standorten. Die Betonwipprohrfallen werden mit bis zu 50% des Anschaffungspreises, maximal aber mit 350€ pro Falle gefördert. Die Holzkastenfallen werden ebenfalls mit bis zu 50% des Anschaffungspreises, maximal aber mit 150€ gefördert.

Die Antragsunterlagen zur Förderung sind vor kurzem an die Jägerschaften und Hegeringe verschickt worden, mit der Bitte diese an die Mitglieder weiterzuleiten. Sie bestehen aus einem Informationsschreiben zu den Förderbedingungen und einem Fragebogen zu dem jeweiligen Revierzusammenschluss. Die Reviere sollen im Idealfall Kontakt untereinander aufnehmen, den Fragebogen gemeinsam ausfüllen und anschließend bei ihrer Jägerschaft einreichen. Diese prüft dann die Vollständigkeit und sendet die Unterlagen an die Geschäftsstelle der Landesjägerschaft zur weiteren Bearbeitung. Hier werden die Unterlagen gesichtet und anschließend wird der Jägerschaft und den Revieren das Prüfungsergebnis mitgeteilt. Bei positivem Bescheid können die Fallen beschafft werden und noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen sollen.

Die Anträge müssen bis zum 15. September 2024 in der Geschäftsstelle der LJN eingegangen sein.

Ein grundsätzlichen Anspruch auf eine Förderung besteht nicht.

Ergänzend zu den Antragsunterlagen für die Fallenbeschaffung werden den Jägerschaften auch Unterlagen für die Beantragung einer Förderung von Fallenmeldern beigelegt.

Bei Rückfragen zu den Fördermodalitäten wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der LJN unter 0511/530430 oder per Mail an info(at)ljn.de.

 

"Die Retter der Rebhühner"

NDR-Nordreportage porträtiert unter anderem auch die Arbeit der LJN-Feldhuhnstation

Rebhuhnschutz in Niedersachsen

Landesjägerschaft nimmt Feldhuhnstation in Betrieb

Im Beisein von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und der Landrätin des Landkreises Osnabrück Anna Kebschull, hat die Landesjägerschaft Niedersachsen heute ihre Feldhuhnstation in Merzen offiziell in Betrieb genommen.
„Ein großer und wichtiger Schritt für uns, denn die Feldhuhnstation ist ein herausragender Bestandteil unseres Projektes Lebensraumverbund Feldflur Niedersachsen (LVFN). Mit diesem Projekt fördern wir die Lebensbedingungen für viele Leitarten der Feldflur – insbesondere das Rebhuhn liegt uns hier am Herzen“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Weiterlsesen...

Förderunterlagen 2022

Die Förderunterlagen für das Jahr 2022 sind verschickt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an Ihren Hegeringleiter und/oder Ihren Jägerschaftsvorsitzenden.  

Mit großen Schritten:

Bau der Feldhuhnstation der Landesjägerschaft Niedersachsen kurz vor dem Abschluss

Im Frühjahr 2019 hat die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) ihr Projekt Lebensraumverbund Feldflur Niedersachsen (LVFN) ins Leben gerufen.Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes ist der Bau und die Einrichtung einer Feldhuhnstation in Merzen, im Landkreis Osnabrück. Nach intensiven Vorplanungen und Vorarbeiten, startete das Bauvorhaben im Mai 2021. Nunmehr steht der Bau der Außenanlagen kurz vor dem Abschluss.
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Förderunterlagen Fallen 2021

Mitte Juni sind die Förderuterlagen 2021 für die Fallensysteme an die Jägerschaften und Hegeringe in der Gebietskulisse verschickt worden.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an Ihren Hegeringleiter und/oder Ihren Jägerschaftsvorsitzenden.  

Baubeginn der Feldhuhnstation

Am 28. Mai 2021 begann mit dem ersten Spatenstich der Bau der Feldhuhnstation im Rahmen unseres Projektes LVFN.

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Förderunterlagen Saatgut 2021

Mitte März sind die Förderuterlagen 2021 für das Saatgut an die Jägerschaften und Hegeringe in der Gebietskulisse verschickt worden.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an Ihren Hegeringleiter und/oder Ihren Jägerschaftsvorsitzenden.  

Die Lebensbedingungen für viele Charakterarten der niedersächsischen Agrarlandschaft haben sich vor allem in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Als Folge zeigen einige dieser Arten einen negativen Populationstrend. Ziel des Projektes Lebensraumverbund Feldflur Niedersachsen (LVFN) der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. ist es, die Lebensbedingungen der Niederwildarten wie auch und verschiedener anderer Bodenbrüter wie Feldlerchen, Kiebitzen und anderer Leitarten der Feldflur durch verschiedene Maßnahmen wieder zu verbessern. Das zunächst auf fünf Jahre angelegte Projekt ist das Ergebnis langjähriger wissenschaftlicher Forschungsprojekte der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. und wird gefördert mit Mitteln aus der Jagdabgabe des Landes Niedersachsen.

Mittlerweile ist unbestritten und durch verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen auch belegt, dass das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren diese Bestandsrückgänge hervorgerufen hat.  Nicht alle von diesen, wie beispielsweise Krankheitsgeschehen oder klimatische Verhältnisse können beeinflusst werden.  Stellschrauben hingegen, die beeinflussbar sind, sind neben dem Lebensraum insbesondere die Prädation.

Mit dem Projekt  LVFN sollen die Artenvielfalt und die Lebensraumqualität für die Leitarten der Feldflur und insbesondere bodenbrütende Arten verbessert und gleichzeitig der Prädationsdruck nachhaltig gesenkt werden.

Die Abgrenzung des Projektgebietes orientiert sich mit seinen Grenzen an den Auswertungen der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE). Die Projektlaufzeit ist zunächst auf 5 Jahre veranschlagt um den jeweiligen Maßnahmen Raum für die Entwicklung zu geben, da z.B. gerade mehrjährige Blühstreifen nicht ihre volle Entwicklung im ersten Standjahr zeigen. Im Rahmen des Projektes werden innerhalb der Gebietskulisse verschiedene Maßnahmen gefördert. Die Koordination übernehmen die jeweiligen Jägerschaften vor Ort - hier erhalten Sie auch weitere Informationen.

Die drei Säulen des Projektes

Das Projekt fußt auf drei wesentlichen Säulen: Neben der aktiven Verbesserung der Lebensraumbedingungen in Verbindung mit einem aktiven Prädationsmanagement und der Vermehrung von autochthonen Feldhühnerbesätzen, entsteht zusätzlich ein umfassendes Angebot an Beratung und Betreuung insbesondere der Jägerschaft innerhalb der Gebietskulisse. Hierzu wird ab dem 01.September 2019 ein Projektleiter zur Verfügung stehen, zu dessen Aufgaben unter anderem auch die Dokumentation des Projektes und die Wissensvermittlung im Rahmen von Revierbesuchen und Vorträgen gehört.